8 alltagsnahe Tipps für den Umgang mit ADHS-Kindern –
- mariagrizelj
- 15. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Praktische Impulse für den Familienalltag
Als Eltern mit einem ADHS Kind, kann der Alltag manchmal chaotisch wirken.
Der Fokus auf die wahren Bedürfnisse deines Kindes ist hier ganz wesentlich.
Vielleicht fragst du dich, wie du im Alltag mit deinem Kind wieder vermehrt an einem Strang ziehen kannst ?

Diese 8 Tipps helfen dir, Ruhe, Struktur und Selbstvertrauen in den Alltag zu bringen.
Blickkontakt
Versuche mit deinem Kind stets viel Blickkontakt zu halten. Dies schafft Nähe und ein „Gesehen werden“. Wenn du mit deinem Kind sprichst, versuche immer im direkten Kontakt mit ihm zu sein. Dies geht im Alltagsmodus oftmals unter und ist gerade für Kinder mit ADHS essentiell.
Positive Routinen schaffen
Klare Tagesabläufe geben Sicherheit und fördern das Wohlbefinden aller Familienmitglieder. Versuche Schlafenszeiten, Mahlzeiten und Hausaufgaben zu bestimmten Zeiten festzulegen. Visuelle Hilfen wie Spickzettel oder einfache Bilderfolgen geben deinem Kind Orientierung und schaffen weniger Raum für Diskussion.
Klare, kurze Formulierungen
Wenn du zu viel auf einmal sagst, ist dein Kind meist überfordert. Formuliere deshalb immer nur eine Aufgabe pro Satz und brich größere Aufträge in kleine Schritte. Bitte dein Kind, die Aufgabe kurz zu wiederholen, damit Missverständnisse vermieden werden und achte stets auf die Augenhöhe mit deinem Kind.
4. Bewegung einplanen
Kurze Bewegungsunterbrechungen verbessern Aufmerksamkeit und Stimmung. Schaffe mit deinem Kind neue zweckfreie Zeitinseln z.B. regelmäßige Outdoor-Zeit, Fahrradfahren, Walderkundung, Spielplatzzeiten. Bewegung in der Natur und an der frischen Luft, bringt das Nervensystem nachweislich zur Ruhe.
Positive Bestärkung
Dein Kind erhält in seinem Umfeld womöglich oft negatives Feedback. Deshalb ist es ganz wesentlich, dass du immer wieder die Stärken deines Kindes hervorhebst.
Sag deinem Kind täglich positive Dinge, was dir an ihm auffällt. Auch wenn dies anfangs eventuell mühsam erscheint. Mit der Zeit wird sich dein Kind mit seinem Können und mit seinen Stärken wieder vermehrt gesehen fühlen.
Dies wirkt sich positiv auf das Selbstkonzept deines Kindes aus.
Strukturhilfen zur Hausaufgabenzeit
Dein Kind benötigt deine Strukturhilfen. Deshalb reduziere stets alle Ablenkungen im Lernbereich. Mit einem ordentlichen Tisch, minimalen Reizen und wenig Lautstärke gelingt deinem Kind das Lernen leichter.
Achte auch stets darauf, dass die Füsse deines Kindes Kontakt mit dem Boden aufnehmen können.
Teilt die Hausaufgabe gemeinsam in kurze Intervalle ein.
15–20 Minuten konzentriert arbeiten, danach eine kurze Pause (Bewegung, Wasser trinken etc.). Danach weitere kurze Konzentrationsphasen - statt einer langen, frustrierenden Sitzung.
Kommunikation mit Schule und Umfeld
Wichtig ist, dass dein Kind mit seinem Verhalten auch in seinem sozialen Umfeld ( Schule, Mittagsbetreuung etc.) verstanden wird. Halte deshalb regelmäßigen Kontakt mit Lehrkräften, informiere dich über die aktuelle Situation, Stärken, Bedürfnisse und sinnvolle Unterstützungen. Gemeinsame Ziele und klare Absprachen sorgen für bessere Kooperationen, die deinem Kind dienen.
Selbstfürsorge der Eltern
Als Eltern stellt die Begleitung eines Kindes mit ADHS eine große Herausforderung dar. Deshalb ist es unentbehrlich, die eigenen Grenzen zu erkennen und im Alltag auf die eigenen Kraftquellen zu achten. Pausen und Auszeiten zum Energie tanken, bringen das eigenen System wieder in einen Ausgleich. Dies wirkt sich förderlich auf die gesamte Familiendynamik aus.
Wenn du merkst, dass es alleine nicht mehr geht, so suche dir Unterstützung und Begleitung.
Beratung, Coaching oder Selbsthilfegruppen können Entlastung und neue Strategien bringen.
von Herzen
Maria Grizelj




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